Kiefergelenk/CMD
Das Kiefergelenk ist vielteilig aufgebaut. Es besteht aus einem Kiefergelenkskopf, einer Kiefergelenkspfanne, dem Gelenkdiskus sowie dem dazugehörigen Muskel- und Bandapparat. Beim Öffnen des Mundes dreht sich der Kiefergelenkskopf gemeinsam mit der Knorpelscheibe in der Gelenkspfanne. Kommt es dabei zu Fehlbelastungen im Kiefergelenk oder arbeiten bestimmte Kaumuskeln nicht synchron, kann es zu dauerhaften Schädigungen kommen.
Woran erkennt man eine Funktionsstörung/CMD des Kiefergelenks?
Typische Beschwerden sind: Knack- und Reibegeräusche, Kopfschmerzen, Tinnitus, Augentränen, Zungenbrennen, Verspannungen der Hals- und Gesichtsmuskulatur, Überempfindlichkeit der Zähne oder auch freiliegende Zahnhälse.
Die Gründe für eine Funktionsstörung können allerdings sehr vielfältig sein. Eine Ursache ist beispielsweise die Zahnfehlstellung, unabhängig davon, ob diese nun natürlichen Ursprungs ist oder durch eine Behandlung entstanden ist. Aber auch fehlende oder lockere Zähne, unversorgte Lückengebisse, Parodontitis, fehlerhafte Füllungen sowie der Zahnersatz nach kieferorthopädischen Behandlungen können genauso als Grund in Frage kommen wie Unfälle mit Verletzungen im Hals-Kopfbereich sowie eine fehlerhafte Körperhaltung.
Hinnehmen muss der Patient die Beeinträchtigungen allerdings nicht. Denn Therapien bei Kiefergelenkserkrankung setzen bei der Ausschaltung der Ursache an. Dazu ist die genaue Erstellung des Befunds sehr wichtig. Beschreibt der Patient seinen Krankheitsverlauf, kann der Zahnarzt in der Regel sehr schnell feststellen, wo das Problem liegt und die entsprechenden Maßnahmen einleiten. Eine Knirscherschiene, die manuelle Kiefergelenkstherapie und auch die Gabe von Magnesium sind die drei Säulen, die in den meisten Fällen eine Linderung der Beschwerden bewirken. Dennoch kommt der Patient nicht darum herum, die Gründe für die Kiefergelenksbeschwerden dauerhaft beheben zu lassen. So bewirken beispielsweise fehlende Zähne im Seitenzahnbereich, dass der Unterkiefer nicht mehr richtig abgestützt wird und der Kiefergelenkskopf den Gelenkdiskus komprimiert. Dadurch kommt es zur Verlagerung des Gelenkdiscus im Kiefergelenk. Dieser springt dann bei Kiefergelenksbewegungen zwischen dem Kiefergelenkskopf und dem Kiefergelenksspalt hin und her und es entstehen die typische Knackgeräusche.
Physiotherapie/CMD
Physiotherapie bei der Craniomandibulären Dysfunktion
Da die Ursache für die Craniomandibuläre Dysfunktion nicht nur auf die Zähne und auf das Kiefergelenk beschränkt ist, ist die Behandlung auch in die Hände eines Physiotherapeuten bzw. Orthopäden zu legen.
Angeschlossen an unsere Praxis ist eine physiotherpeutische Abteilung, mit der wir zusammen die Diagnose und einen speziellen Behandlungsablauf erstellen.










