Wann sollten Kinder das erste Mal zum Zahnarzt?

Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung empfehlen wir, je früher desto besser. Auch wenn in den ersten Lebensjahren in der Regel keine Zahnbehandlung notwendig ist, können die Kinder auf diese Weise früh an die Atmosphäre, die Gerüche und Geräusche einer Zahnarztpraxis herangeführt werden.

Wird im Laufe der Zeit dann eine Zahnbehandlung notwendig, beispielsweise durch das sogenannte Babybottle-Syndom oder durch einen lockeren Milchzahn, ist es von Vorteil, wenn die Kinder bereits auf einem Zahnarztstuhl gesessen haben und damit vertraut sind, einen Spiegel oder eine Bürste im Mund zu haben.

Was sollten Eltern beim ersten Zahnarztbesuch beachten?

Eine Sache fällt uns bei der täglichen Arbeit sehr häufig auf: Patienten, die Angst vor dem Zahnarzt haben, übertragen diese auch auf Ihre Kinder. Dass muss aber nicht so sein.

Eltern sollten unabhängig von ihren eigenen Empfindungen darauf achten, dass die Kinder die ersten Besuche beim Zahnarzt als positiv empfinden.
Ein allgemeiner Kontrolltermin ist beispielsweise ein guter Anlass, dass eigene Kind zum ersten Zahnarztbesuch mitzunehmen. Vor dem ersten Besuch sollten auch keine Schauermärchen vom Zahnarzt erzählt werden, die man vielleicht selbst beim Zahnarzt erlebt hat.

Tipp: Verbreiten Sie im Vorfeld keine unangenehme Stimmung, indem Sie ihrem Kind von eigenen negativen Erfahrungen berichten.

Welche Behandlungen werden in den ersten Lebensjahren durchgeführt?

Bis zum Alter von sechs Jahren wird lediglich eine Sichtkontrolle durchgeführt, vorausgesetzt es treten bis dahin keine Probleme auf. Wenn es die Situation erlaubt, führt der Zahnarzt gemeinsam mit dem Kind erste Zahnputzübungen durch.

Ab dem 6. Lebensjahr gibt es das Programm der Individual-Prophylaxe. Dabei werden in regelmäßigen Abständen die Zähne geputzt und fluoridiert.

Wann bekommt das Kind die ersten bleibenden Zähne?

Im Zeitraum zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr bricht der untere erste bleibende Seitenzahn durch, anschließend der erste obere Seitenzahn. Zeitgleich kann es zum Verlust der unteren und oberen Schneidezähne kommen, an deren Stelle die bleibenden Schneidezähne treten. Diesen Prozess nennt man die erste Zahnwechselperiode.

Er ist in der Regel bis zum 8. Lebensjahr abgeschlossen.

Anschließend werden die Eckzähne und die kleinen Backenzähne gegen die bleibenden Backenzähne ausgetauscht. Der hintere Backenzahn kommt dann als letzter Zahn. In der Regel ist dieser Prozeß mit dem 14. Lebensjahr abgeschlossen und man nennet ihn die zweite Zahnwechselperiode.

Weißheitszähne

sind nicht bei jedem Patienten angelegt. Sind diese vorhanden ist ihr Entfernung von Fall zu Fall unterschiedlich. Prinzipiell ist die Entfernung von Weißheitszähnen nur in bestimmten Fällen angezeigt. ( Ständig wiederkehrende Entzündungen, stark durch Karies zerstörte Zähne )
Ob Weißheitszähne die bleibenden Zähne nach einer KFO-Behandlung verschieben ist nach unserer Auffassung fraglich, da Rezidive ( die Zähne werden nach der KFO-Behandlung wieder schief ) auch ohne das Vorhandensein von Weißheitszähnen entstehen können.